Die Armbrust und das deutsche Waffengesetz

 

Armbrüste gehören laut deutschem Waffengesetz zu der Kategorie der freien Waffen. Man benötigt also keinen Waffenschein, um eine Armbrust zu kaufen, zu besitzen und führen zu dürfen, wie dies zum Beispiel bei normalen Schusswaffen ist. Eine Pflichtvorraussetzung ist jedoch die Vollendung des 18 Lebensjahres (gemäß § 2 Nr. 1). Beim Kauf ist der Händler auch dazu verpflichtet dies beim Käufer nachzuprüfen. Tut er das nicht, dann macht er sich strafbar. Auch bei privaten Verkäufen sollte man sicher gehen, dass der Käufer das entsprechende Alter hat, um bei später auftretenden Problemen auf der sicheren Seite zu sein (Stichwort: Vertrag+Ausweiskopie).

Die Ausnahmen sind Spielzeugarmbrüste, die bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten (max. Bewegungsenergie von 0,16 J/cm²). Dazu zählen in den meisten Fällen auch Modellwaffen für Live Action Role Playing (kurz LARP), wenn sie die Grenzwerte einhalten.

Wichtige Passagen im Waffengesetz

Nach Anlage 1, Ziffer 1.2.2 des deutschen Waffengesetzes sind Armbrüste gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 1 den Schusswaffen gleichgestellte Gegenstände.

Als Schusswaffen gelten jene Gegenstände bei denen bestimmungsgemäß feste Körper gezielt verschossen werden, deren Antriebsenergie durch Muskelkraft eingebracht und durch eine Sperrvorrichtung gespeichert werden kann. Dies gilt nicht für feste Körper, die mit elastischen Geschossspitzen (z.B. Saugnapf aus Gummi) versehen sind und bei denen eine maximale Bewegungsenergie der Geschossspitze je Flächeneinheit von 0,16 J/cm² nicht überschritten wird.

 

§ 2 – Grundsätze des Umgangs mit Waffen und Munition

(1) Der Umgang mit Waffen oder Munition ist nur Personen gestattet,
die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Waffengesetz Anlage 2 (zu § 2 Abs. 2 bis 4) Waffenliste

Unterabschnitt 2: Erlaubnisfreie Arten des Umgangs:

(1.) Erlaubnisfreier Erwerb und Besitz
(3.) Erlaubnisfreies Führen
(4.) Erlaubnisfreier Handel und erlaubnisfreie Herstellung
(7.) Erlaubnisfreies Verbringen sowie Mitnahme in den, durch den oder aus dem Geltungsbereich des Gesetzes

Für all diese Punkte ist die Armbrust aufgelistet.

§ 42 – Verbot des Führens von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen

(1) Wer an öffentlichen Vergnügungen, Volksfesten, Sportveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Märkten oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt, darf keine Waffen im Sinne des § 1 Abs. 2 führen.

Das Mitführen in der Öffentlichkeit kann also, je nach Ort, rechtlichen Probleme mit sich bringen. Deshalb sollte jeder Schütze seine Armbrust nicht öffentlich zur Schau zu stellen und immer in einer passenden Tasche mit sich führen, die nur geringe Rückschlüsse auf den Inhalt erahnen lassen. Man sollte dabei immer dran denken, wie man sich selbst fühlen würde, wenn jemand mit einer Waffe an einem vorbei laufen würde. Ich würde behaupten, dass jeder Bedenken hätte und ein mulmiges Gefühl in der Bauchgegend verspüren würde.

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    Diese Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit, weshalb auch keine Haftung übernommen wird.

    Für weitere Information kann man alles zum Waffengesetz hier nachlesen.

    Alexander

    Hallo, ich bin Alex! Sportschütze, Mountainbiker und Gründer dieses Blogs. Ich schreibe hier über alle wichtige Themen die die Armbrust betreffen.

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